
Entfetten, Beizen und Passivieren von Edelstahl Rostfrei:
Ihre Vorteile:
- Ihre Bauteile werden mit modernster Sprühbeiztechnik metallisch blank gemacht.
- Die vollautomatische Beizanlage kann bei Bedarf vorab die Teile entölen oder entfetten.
- Selbst geschliffene Teile können gebeizt werden und behalten ihren Seidenglanz.
Unser Service
- Beizen im Lohn an von Ihnen gefertigten Edelstahlbauteilen.
- Komplettreinigen mit Entfetten/Entölen, Beizen und Passivieren.
- Kleinteile als Schüttgut in Körben oder zur Tropfen-/Fleckenvermeidung einzeln aufgehängt.
Leistungsdaten
- Teilegrößen bis 2800 x 2800 x 11000 mm
- Stückgewichte bis 1000 kg
- Gebeizt werden können nur hochlegierte, nichtrostende Stähle mit mindestens 16 % Chrom.
Bei einfachen, ferritischen Stählen empfehlen wir das Glasperlenstrahlen.
1. Warum muss gebeizt werden?
Durch die mechanische und thermische Verarbeitung ist bei den Edelstahlbauteilen an vielen Stellen die schützende Passivschicht (Chromoxidschicht) beschädigt worden, z.B. durch Schleifen, Bürsten, Laserschneiden, Schweißen etc.
Die Verunreinigungen sind z.B. Normalstahlabrieb, Schweißreste, Anlauffarben, Zunder, Flugrost. Die Passivschicht kann sich dann auf der Oberfläche an diesen Stellen nicht mehr bilden und es entsteht schon nach kurzer Zeit Korrosion.
2. Wie wird bei Modersohn gebeizt?
Die von uns gerade in Betrieb genommene Beizanlage setzt neue Maßstäbe in der Nachbearbeitung von Edelstahl Rostfrei. Als geschlossenes System mit einem Beizraum von 3 x 3 x 12 m kann die Anlage in einem Arbeitsgang große Mengen an kleinen Serienteilen und auch größeren Einzelstücken entfetten und abbeizen.
Das ganze ist wie eine große überdimensionale Spülmaschine! Die Teile werden auf Schienenwagen mit Körben, Hängegerüsten oder Großteilauflagern in die Kabine gefahren. Nach den Entfettungs- und Beizvorgängen werden die Reinigungsmittelreste wieder durch Spülvorgänge entfernt und abgesaugt. Ein wesentlicher Anteil der Handarbeit entfällt.
Die Bearbeitung zeichnet sich daneben aus:
- durch geringen Verbrauch an Beize
- gleichmäßige und effektive Benetzung bei Groß- und Kleinteilen
- ständiger Kontakt der Beize mit Sauerstoff
- und damit effektivere Beizergebnisse
... als beim Tauchenbeizen.
3. Was ist Passivieren?
Wenn der Kunde möchte, werden zum Schluss die Teile mit einer verdünnten Salpetersäure (einer oxidierenden Säure) eingesprüht und anschließend noch einmal abgespült.
Mit diesem zusätzlichen Arbeitsgang, dem Passivieren, wird künstlich die Bildung der Passivschicht erheblich beschleunigt. Dieser zusätzliche Arbeitsgang ist besonders dann wichtig, wenn die Werkstücke schon wenige Stunden nach der Herstellung in aggressiver und sauerstoffarmer Umgebung eingesetzt werden.
Sollten zwischen Produktionsprozess und Werkstückeinsatz mehrere Tage liegen, so wird sich auch bei den Werkstücken, welche „nur“ gebeizt sind, die Passivschicht auf natürlichem Wege im Zusammenspiel mit Sauerstoff wieder gebildet haben.
4. Weshalb sollte vorab entfettet werden?
Fette und Öle sitzen sehr zäh auf den Flächen. Ohne richtige fett- und öllösende Mittel werden allenfalls diese Verunreinigungen etwas beiseite gespült. Häufig sitzen sie dann an der Unterkante des Werkstückes. Dort bilden sie Schlieren, die auch mit der Beize nicht zu entfernen sind. Das Ergebnis des Beizvorganges würde ohne Entfettungsvorgang deutlich schlechter ausfallen.
Auch für die mit Fett- und Ölschlieren behafteten Stellen gilt, dass sich die Passivschicht nicht richtig wieder ausbilden kann.








